SECHS INFOTAFELN ZU IHREM LEBEN UND WERK, ZUR NÜRNBERGER GARTENKULTUR UND ZU ERINNERUNGSORTEN
Artikel in der Zeitung „Nürnberger Nachrichten“ vom 13.01.2023, Seite 26
Für einen neuen Merianin-Erinnerungsort
an ALLE, die sich für die Merianin und unsere Initiative „MERIANIN 2018+ Neuer Lebensraum für Insekten“ interessieren
Für den Hauptweg im derzeit neu geplanten Nägeleinspark am Pegnitzufer schlagen wir die Benennung Merianin-Uferweg vor (rote Punkte).
1: Weg zur Hallerwiese, zu den Hesperidengärten und zum Johannisfriedhof
2: Weg zum Heilkräutergarten, zum Bürgermeistergarten und zu den Gärten der Kaiserburg
Grundlage: Stadt Nürnberg NAPL 200.90 00, Übersichtsplan des Vorentwurfs
Argumente für unseren Vorschlag
- Der Name „Merianin“ passt ideal zum historischen Erbe unserer Stadt und der zunehmenden Bedeutung von Natur mit ihren Lebewesen im Stadtraum heute. Stadtnatur und Stadtkultur müssen bei der räumlichen Planung gemeinsam berücksichtigt werden, um Nürnberg eine gute Zukunft zu sichern. Dies entspricht auch dem Motto der Kulturstadtbewerbung Nürnberg für 2025 = past + forward!
- Die einheitliche Benennung des gesamten Uferwegs mit entsprechender Markierung durch Steine in der Pflasterung mit Schmetterlingsmotiv erleichtert die Orientierung für Einheimische und Gäste. Insbesondere das Umrunden des Weinstadels wird dadurch zum Kinderspiel. Wir denken bei unserem Vorschlag tatsächlich speziell an Kinder als „Pfadfinder“ für die Erwachsenen.
- Mit Hinweistafeln werden nicht nur inhaltliche, sondern auch wichtige räumliche Beziehungen zu weiteren naturnahen Sehenswürdigkeiten geschaffen:
- östlich vor dem Hallertürlein: Wegweiser zum Heilkräutergarten, Bürgermeistergarten auf der Stadtmauer bis hinauf zum Burggarten,
- jenseits des Hallertürleins am östlichen Beginn der Hallerwiese: Wegweiser zum Riesenschritt mit Verbindung zu den Hesperidengärten und zum Johannisfriedhof.
gez. Margot und Dr. Dieter Lölhöffel
Zustimmung des Stadtrats, der Verwaltung und der beauftragten Landschaftsarchitekten
Bereits im ersten Halbjahr 2020 veröffentlichte der Nürnberger Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) als zuständige Behörde zusammen mit den beauftragten Planungsbüros eine kostenlose Broschüre, in der die Bürgerschaft über die Grundzüge für die Umgestaltung des „Nägeleinsplatzes“ informiert wurde. Hatte der Name des Areals für den neuen Park die zuständigen Stellen veranlasst, so schnell nach der Bürgerbeteiligung 2019 zu reagieren und „Nägel mit Köpfen“ zu machen?
So hübsch dieses Wortspiel auch sein mag, hier trifft es nicht zu: Der Name für das ehemalige Mühlenviertel an der Pegnitz weist nicht auf Hammerwerke mit Rädern im Fluss zur Produktion von Nägeln hin, sondern auf spezielle Mahlwerke für Nelken und andere Gewürze für die feine Küche und Backstube. In diesem Sinn verwendet auch die Merianin die Begriffe Negelein und Nägelein: In ihrem Ersten Raupenbuch zeigt sie auf dem 49. Kupferstich ein „Purpurfarbes Negelein“ und im Zweiten Raupenbuch auf dem 31. Stich eine „Gesprengte Nägeleinblume“, also eine gesprenkelte Nelke.
Die neue Broschüre (1) enthält nicht nur eine Absichtserklärung für einen zukünftigen „Merianin-Uferweg“, sondern darüber hinaus präzise Formulierungen für die Gestaltung des neuen Parks in der nördlichen Sebalder Altstadt auf der Basis der Vorschläge in der Bürgerbeteiligung.
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