{"id":4146,"date":"2020-05-22T09:21:09","date_gmt":"2020-05-22T07:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/merianin.de\/?page_id=4146"},"modified":"2022-10-21T14:01:50","modified_gmt":"2022-10-21T12:01:50","slug":"aeltere-tochter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/merianin.de\/en\/home\/aeltere-tochter\/","title":{"rendered":"The Elder Daughter"},"content":{"rendered":"<div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585577159611\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"mkdf-section-title-holder  \" style=\"text-align: center\">\n\t<div class=\"mkdf-st-inner\">\n                <span class=\"mkdf-st-tagline-text\" >\n            Frankfurt - N\u00fcrnberg - Frankfurt- Friesland - Amsterdam - Paramaribo        <\/span>\n    \t\t\t\t\t<h2 class=\"mkdf-st-title\" >\n\t\t\t\tJohanna Helena Gr\u00e4ffin (1668-1728)\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n<\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 40px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Johanna Helena kam kurz nach ihrer Geburt nach N\u00fcrnberg, als ihre Eltern von Frankfurt hierher umzogen. Die \u00e4ltere Tochter hat ihre kunsthandwerkliche \u201eGrundausbildung\u201c zweifellos von beiden Elternteilen noch in N\u00fcrnberg und Frankfurt erhalten. Sie hat die Zeit bei den Labadisten bewusst erlebt und vermutlich nicht so sehr unter der dortigen strengen Erziehung gelitten wie ihre j\u00fcngere Schwester. Denn sie lernte dort einen jungen Mann kennen, der sich der unerbittlichen Strenge von Pierre Yvon nicht beugte, obwohl er als \u201eBruder\u201c zu den Erw\u00e4hlten geh\u00f6rte: Jacob Hendrik Herolt (~1660-1715) aus Bacharach (1) sagte sich sogar schlie\u00dflich von den Labadisten los und wurde ein erfolgreicher Kaufmann in Amsterdam mit Handelsbeziehungen und Reisen nach Surinam. (2)<\/p>\n<p>Nach der \u00dcbersiedlung der Mutter mit ihren T\u00f6chtern von Waltha nach Amsterdam wurde Ende Juni 1692 das Aufgebot von Johanna Helena und Jacob Hendrik am Amsterdamer Rathaus angeschlagen. Der Hochzeit stand nichts mehr im Wege \u2013 bzw. der Legalisierung der bereits bei den Labadisten geschlossenen Ehe, die in Amsterdam noch einmal amtlich besiegelt werden musste, um als rechtsg\u00fcltig anerkannt zu werden. (3)<\/p>\n<p>Johanna Helena entwickelte stilistische Eigenheiten, die wir in Anlehnung an Ella Reitsma als \u201eeigene Hand\u201c erkennen k\u00f6nnen: Ihre Aquarelle sind k\u00fchner, dreidimensionaler als die ihrer Mutter. (4) Ob sie diese Illusion von Tiefe in ihren Bl\u00e4ttern noch von ihrem Vater, dem Meister des perspektivischen Zeichnens, gelernt hat?<\/p>\n<p>Die Blumenmotive der Tochter wirken oft so lebendig, weil sie \u00fcber die Rahmenlinie hinauswachsen, so wie diese Passionsblume, die zu einer Serie von 49 Werken auf Pergament geh\u00f6rt. Sie werden im Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig aufbewahrt und dort als Gouachen bezeichnet, wobei die Grenze zu Aquarellen von den Fachleuten meist als flie\u00dfend eingestuft wird. (5) Diese Meisterwerke, zu denen sie selbst ein Verzeichnis geschrieben und auf 1698 datiert hat, sind teilweise von ihr selbst signiert. Sie sind faszinierende Beispiele ihrer k\u00fcnstlerischen Begabung. (6)<\/p>\n<p>Manche Motive sind auch in anderen Sammlungen zu finden. Ella Reitsma wirft in diesem Zusammenhang die Frage nach der wertm\u00e4\u00dfigen Unterscheidung zwischen Original, Replik und Kopie auf. Es w\u00e4re falsch, bei dem Familienunternehmen \u201eMerian\u201c abwertend von Serienproduktion zu sprechen, obwohl wichtige Teile des Haushaltseinkommens \u2013 den Kundenw\u00fcnschen entsprechend \u2013 auf der Wiederholung beliebter Merianin-Motive (7) und auf der Kolorierung von Raupenb\u00fcchern beruhten.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_left\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a data-rel=\"prettyPhoto[rel-4146-1791439761]\" href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/passionsblume_jhherolt.jpg\" target=\"_self\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey prettyphoto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"810\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/passionsblume_jhherolt.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/passionsblume_jhherolt.jpg 810w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/passionsblume_jhherolt-243x300.jpg 243w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/passionsblume_jhherolt-768x948.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Blaue Passionsblume <\/em>(8)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  style=\"background-color:#cdd6d5\"><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591780129429\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_left\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a data-rel=\"prettyPhoto[rel-4146-1001643865]\" href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sepentaria_jhherolt.jpg\" target=\"_self\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey prettyphoto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"835\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sepentaria_jhherolt.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sepentaria_jhherolt.jpg 835w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sepentaria_jhherolt-251x300.jpg 251w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sepentaria_jhherolt-768x920.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 835px) 100vw, 835px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Serpentaria mit Schmetterlingen <\/em>(9)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Johanna Helena hat als Malerin Auftr\u00e4ge f\u00fcr ihre Mutter \u00fcbernommen. Diese \u201eVariationen\u201c der Tochter haben jedoch ihren ganz eigenst\u00e4ndigen Wert. Der Terminus \u201eVariation\u201c wird hier bewusst in Analogie zu einer in der Musik gesch\u00e4tzten Gestaltungsform verwendet. Manchmal gelangen ihr sogar faszinierende Kompositionen, wie wir sie von ihrer Mutter nicht kennen. (10)<\/p>\n<p>Johanna Helena blieb der Arbeitsgemeinschaft mit Mutter und j\u00fcngerer Schwester weiter verbunden, auch als um 1700 ihre Tochter (Maria) Abigail in Amsterdam geboren wurde. (11) Jacob Hendrik Herolt konnte seine Schwiegermutter wegen seiner weiten Reisen und guten Ortskenntnisse auch hilfreich bei der Vorbereitung ihrer Expedition nach Surinam beraten. Vielleicht hatte ihn sogar seine Frau Johanna Helena auf einer dieser Reisen in den 1690er Jahren begleitet. (12) Die Expedition der Merianin nach Surinam ging also nicht ins Ungewisse.<\/p>\n<p>Es besteht kein Zweifel, dass Johanna Helena ihrer Mutter nach deren R\u00fcckkehr aus Surinam auch bei dem gro\u00dfformatigen Mammutwerk mit Kupferstichen von Pflanzen und Tieren in den Tropen geholfen hat: Die ersten Drucke von einzelnen Foliobl\u00e4ttern der \u201eSurinamischen Insekten\u201c wurden schon verkauft, bevor das gesamte Buch vollst\u00e4ndig fertiggestellt war. Insbesondere als kolorierte Umdrucke sind sie kaum von gezeichneten Unikaten zu unterscheiden. (13) Ella Reitsma sieht Johanna Helena sogar als Sch\u00f6pferin der kraftvollsten Kompositionen der Vorlagen f\u00fcr einige Kupferstiche. (14)<\/p>\n<p>Als das Werk 1705 nach vierj\u00e4hriger intensiver Arbeit als \u201eKr\u00f6nungswerk\u201c (15) der Merianin erschienen war, gab es wieder viel Arbeit beim Kolorieren \u2013 damals \u201eIlluminieren\u201c genannt \u2013 mehrerer noch ungebundene Exemplare, mit denen ein viel h\u00f6herer Preis erzielt werden konnte als mit den Schwarz-Wei\u00df-Drucken. Nur wenige dieser \u201ealtkolorierten\u201c Umdrucke sind bis heute erhalten und sie z\u00e4hlen zu den wertvollsten Druckwerken aus der \u201eMerian-Werkstatt\u201c.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Johanna Helena ist vermutlich um 1711 mit ihrer Tochter Maria Abigail und ihrem Mann dauerhaft nach Surinam ausgewandert, wo er nicht nur als Kaufmann, sondern auch als einer der Rektoren des Waisenhauses in Paramaribo mit Aufsicht \u00fcber das Erbe von Waisen t\u00e4tig war. (16) Von dort aus war sie weiter f\u00fcr die Merian-Familienfirma in Amsterdam t\u00e4tig \u2013 das wissen wir, weil ihre Mutter 1712 in einem Brief an einen Kunden mitteilte, sie habe von dieser Tochter surinamische Insekten und andere Tierpr\u00e4parate zum Verkauf erhalten. (17) In den bis heute erhaltenen Briefen der Merianin konnten keine Hinweise daf\u00fcr gefunden werden, dass Johanna Helena in Surinam auch weiterhin malte, aber ihre Mutter h\u00e4tte dies in ihren Briefen nicht verraten. Die Merianin achtete als Gesch\u00e4ftsfrau sehr auf Qualit\u00e4t, aber ihre Kunden brauchten nicht zu wissen, wenn neue \u201eMerian-Aquarelle\u201c, die sie zum Verkauf anbieten konnte, von ihrer Tochter gemalt und aus Surinam eingetroffen waren. Etliche Aquarelle, die dem Stil der Tochter entsprechen, sind unsigniert oder mit dem Namen der Mutter signiert.<\/p>\n<p>Ein Hinweis auf die weitere Zusammenarbeit ist auf dem Titelblatt des dritten Raupenbuchs (1717) zu finden: F\u00fcr die Zukunft wurde ein zus\u00e4tzlicher \u201eAppendix\u201c (Anhang) von Johanna Helena Herolt angek\u00fcndigt und in der Vorrede versprach die j\u00fcngere Schwester als Herausgeberin neue Abbildungen mit tropischen Insekten, beobachtet von ihr (Johanna Helena), die derzeit in Surinam lebe. (18) F\u00fcr Ella Reitsma sind diese S\u00e4tze der Beweis daf\u00fcr, dass Johanna Helena \u201ewas still in the business\u201c. (19) Diese Erweiterung ist nie erschienen und es wird f\u00fcr immer ungekl\u00e4rt bleiben, ob solche kostbaren Vorlagen mit einem gekenterten Segelschiff nach Amsterdam untergingen oder ob sich nach der Auswanderung der j\u00fcngeren Schwester nach Russland in Amsterdam niemand mehr darum k\u00fcmmern konnte.<\/p>\n<p>1728 starb Johanna Helena als Witwe in Paramaribo. (20) Sie hatte zahlreiche Enkel, von denen vier zu ihren Lebzeiten geboren wurden. (21).<\/p>\n<p>Bei den Petersburger Merian-Aquarellen gibt es etliche Darstellungen tropischer Pflanzen ohne die \u2013 f\u00fcr die Merianin typischen \u2013 vier Stadien der Metamorphose. Sie deuten in ihrem lebhaften, \u201ebarocken\u201c Stil eher auf Johanna Helena als auf ihre Mutter als K\u00fcnstlerin und sie k\u00f6nnen sogar noch nach dem Tod von Johanna Helena in Amsterdam eingetroffen sein: Die j\u00fcngere Tochter Dorothea Maria reiste mit Erlaubnis und im Auftrag des Zaren 1734 noch einmal von St. Petersburg nach Amsterdam, um Kunst f\u00fcr die Akademie zu erwerben. (22) Vielleicht geh\u00f6rten die 30 Zeichnungen, die Dorothea Maria damals nach St. Petersburg brachte (23), urspr\u00fcnglich nicht nur zum Nachlass ihrer \u00e4lteren Schwester, sondern waren sogar (teilweise?) von Johanna Helena gemalt worden. Das ist wahrscheinlicher, als dass solch fragile Originale ihrer Mutter mehr als 20 Jahre im tropischen Klima bewahrt und den Gefahren eines Hin- und R\u00fccktransports ausgesetzt wurden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Stilvergleiche der \u201eH\u00e4nde\u201c von Mutter und Tochter er\u00f6ffnet sich hier ein weites Feld. Ansatzweise wurde dies bereits f\u00fcr Aquarelle in der Monographie von Ella Reitsma (24) und zus\u00e4tzlich f\u00fcr kolorierte Umdrucke in einer Ausstellung von Merian-Werken aus der Royal Collection in der Londoner Queen\u2019s Gallery 2016 thematisiert. (25)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1589806714210\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_message_box vc_message_box-standard vc_message_box-rounded vc_color-chino\" >\n\t<div class=\"vc_message_box-icon\"><i class=\"fa fa-info-circle\"><\/i>\n\t<\/div><ol>\n<li>Davis (Lit 1995) S.164<\/li>\n<li>aaO. S. 166 und S. 312 Fu\u00dfnote Nr. 109<\/li>\n<li>Reitsma (Lit 2008) S. 105; Davis (Lit 1995) S. 312 Fu\u00dfnote 109, erw\u00e4hnt einen Ehevertrag (marriage contract)<\/li>\n<li>aaO. S. 121 und 139ff<\/li>\n<li>aaO. S. 160 \u00fcber \u201ewatercolour\u201d und \u201ebody colour\u201d<\/li>\n<li>aaO. S. 150f<\/li>\n<li>aaO. S. 135<\/li>\n<li>Herolt, Johanna Helena, Blaue Passionsblume, Gouache mit doppelter brauner Federeinfassung auf wei\u00df grundiertem Pergament, 37,5 x 20,3 cm, aus einer Serie mit 49 Werken; mit freundlicher Genehmigung des Herzog-Anton-Ulrich-Museums, Braunschweig, Inv. Nr. H 27 Nr. 24b, Bl. 17<\/li>\n<li>dieselbe, Serpentaria, Gouache mit doppelter brauner Federeinfassung auf wei\u00df grundiertem Pergament, 37,5 x 20,2 cm, mit freundlicher Genehmigung des Herzog-Anton-Ulrich-Museums, Braunschweig, Inv. Nr. H 27 Nr. 24b, Bl. 43<\/li>\n<li>Reitsma (Lit 2008), S. 139ff<\/li>\n<li>aaO. S. 238<\/li>\n<li>R\u00fccker (Lit 1967) S. 14, geht sogar davon aus, dass Johanna Helena mit ihrem Ehemann bereits vor der Expedition ihrer Mutter einige Jahre in Surinam gelebt hatte<\/li>\n<li>MSM+Lit 2016, Heard, Maria Merian\u2018s butterflies mit Katalog dieser Ausstellung, vgl. insbesondere, S. 33<\/li>\n<li>Lit 2008, Reitsma, S. 214: \u201ede meest krachtige (powerful) composities\u201c: Beispiele: Tafel XXXIII (=33), Feigenzweig, Tafel XL (=40), Papaybaum, Tafel XLI (=41) Winde mit Patate<\/li>\n<li>Germanisches Nationalmuseum N\u00fcrnberg, Titel der Ausstellung vom 28.02.2012 bis 04.02.013: \u201eMerians Kr\u00f6nungswerk \u2013 Die wunderwelt der Tropen\u201c<\/li>\n<li>Lit 2015, Davis terminiert den endg\u00fcltigen Umzug auf 1711, Lit 1995, S. 200 und Fu\u00dfnote 236, S. 333f \/\/ Lit 1980, Pfister-Burkhalter, S. 55 datiert auf 1702 \/\/ Lit 2008, Reitsma, S. 237 auf 1714. Die Passagierlisten von Schiffen, die aus Surinam zur\u00fcckkehrten, sind noch erhalten (SocSur). Davis hat sie alle durchgesehen und die Namen Johanna Helena oder Jacob Hendrik Herolt bis 1723 nirgendwo gefunden: Davis (Lit 1995) S. 334, dort Endnote 237<\/li>\n<li>Lit 2020 &#8211; Merian-Briefe, Brief 18, an James Petiver, London, am 29. August 1712, S. 88ff, in Niederl\u00e4ndisch, von fremder Hand, mit Unterschrift <em>Maria Sibilla Merian: \u201e&#8230; dat ik von meyne dogter heb ontfangen <\/em><em>van Surinaam<\/em><em>sche Insecten \u2026.\u201c <\/em>mit \u00dcbersetzung auf S. 89; auch bei Lit 1997 \u2013 Wettengl, Kurt, S. 269 (dort nur in \u00dcbersetzung)<\/li>\n<li>Zitat aus dem dritten Teil des Raupenbuchs in Niederl\u00e4ndisch, Vorwort: \u201eDaar by voegende, een Appendix van Surinaamsche Insecten, geobserveert door myne Suster Johanna Helena Herolt, tegenwoordig noch tot Surinaame woonende, niet twyfelende of het eene en andere fal aangenaam zyn.\u201c Vgl. auch Lit 2008, Reitsma, Ella, S. 237, und Lit 1997, Wettengl mit Aufsatz von Davis, S. 200<\/li>\n<li>Lit 2008, Reitsma, Ella, S. 238<\/li>\n<li>Die Angaben zum Todesjahr im Internet-Dateiblatt des Nationaal Archief, Den Haag, f\u00fcr \u201eHerolt, Johanna Helena\u201c sind nicht korrekt. In den Totenb\u00fcchern mit den Beerdigungsdaten von Surinam, die dasselbe Archiv in Internet ver\u00f6ffentlicht hat,\u00a0 gibt es f\u00fcr den 9. Oct. 1728 keinen solchen Eintrag, wohl aber f\u00fcr den 9. Oct. 1730 (Band 23 und 23a).<\/li>\n<li>Vgl. den detaillierten Stammbaum von Renate Ell: <a href=\"https:\/\/gw.geneanet.org\/meriangraff\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/gw.geneanet.org\/meriangraff<\/a><br \/>\nDank an die Autorin f\u00fcr weitere per E-Mail \u00fcbermittelte interessante genealogische Recherchen: Die Herolt-Tochter Maria Abigail war seit 1722 mit Carel de Hoij verheiratet und sie hatten mindestens sieben gemeinsame Kinder. So auch Reitsma (Lit 2008) S. 238; m\u00f6glicherweise leben noch Nachkommen von ihr in den Niederlanden oder in anderen L\u00e4ndern der Welt.<\/li>\n<li>Lit 2008, Reitsma, S. 237<\/li>\n<li>Ebenda<\/li>\n<li>aaO, S. 197 ff<\/li>\n<li>MSM+Lit 2016, Heard, S. 33<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt - N\u00fcrnberg - Frankfurt- Friesland - Amsterdam - Paramaribo Johanna Helena Gr\u00e4ffin (1668-1728) Johanna Helena kam kurz nach ihrer Geburt nach N\u00fcrnberg, als ihre Eltern von Frankfurt hierher umzogen. Die \u00e4ltere Tochter hat ihre kunsthandwerkliche \u201eGrundausbildung\u201c zweifellos von beiden Elternteilen noch in N\u00fcrnberg und Frankfurt erhalten. 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