{"id":3964,"date":"2020-05-11T09:11:35","date_gmt":"2020-05-11T07:11:35","guid":{"rendered":"http:\/\/merianin.de\/?page_id=3964"},"modified":"2021-02-19T13:56:13","modified_gmt":"2021-02-19T12:56:13","slug":"stadt-der-gartenkultur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/merianin.de\/en\/home\/stadt-der-gartenkultur\/","title":{"rendered":"City of Garden Culture"},"content":{"rendered":"<div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585148942021\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"mkdf-section-title-holder  \" style=\"text-align: center\">\n\t<div class=\"mkdf-st-inner\">\n                <span class=\"mkdf-st-tagline-text\" >\n            \u00c4pfel und Pomeranzen        <\/span>\n    \t\t\t\t\t<h2 class=\"mkdf-st-title\" >\n\t\t\t\tParadies f\u00fcr Schmetterlingsforscher\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n<\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 40px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Schon seit dem Mittelalter war N\u00fcrnberg eine Stadt der G\u00e4rten. Mit wachsender Bev\u00f6lkerung und verdichteter Bebauung wurden viele G\u00e4rten vor die Stadtmauer im gesch\u00fctzten Bereich des vorgelagerten Verteidigungsrings bis zur Landwehr mit den Schanzen verlegt. Dort schufen sich nicht nur die reichen Ratsfamilien, sondern auch Beamte, \u00c4rzte, Juristen, Handwerker und Gastwirte ihre kleinen Paradiese jenseits der im Sommer stickigen und \u00fcbelriechenden Stadt.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<div class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1145\" height=\"579\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Johannisg\u00e4rten.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Johannisg\u00e4rten.jpg 1145w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Johannisg\u00e4rten-300x152.jpg 300w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Johannisg\u00e4rten-1024x518.jpg 1024w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Johannisg\u00e4rten-768x388.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1145px) 100vw, 1145px\" \/><\/div>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p style=\"text-align: center;\"><em>Johannisg\u00e4rten zwischen Johannisfriedhof (links oben) und Hallert\u00fcrlein (Mitte rechts unten)<br \/>\nIn der Mitte unten direkt \u00fcber dem Fluss die Hallerwiese, N\u00fcrnbergs erster \u00f6ffentliche Park seit 1432<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Der geniale Zeichner Hans Bien hat dem gr\u00fcnen G\u00fcrtel der G\u00e4rten in der Zeit des 30-j\u00e4hrigen Kriegs eine besondere Darstellung gewidmet, von der hier der Ausschnitt zwischen dem Hallert\u00fcrlein bis zum Johannisfriedhof gezeigt wird: Innerhalb der Stadtmauer hat Bien nur bedeutende Bauwerke wie Kirchen genau dargestellt, w\u00e4hrend vor der Stadtmauer in den parzellierten G\u00e4rten alles genau bis in kleine Details zu erkennen ist: Die Sommerh\u00e4user an der Stra\u00dfe mit den Nebengeb\u00e4uden in L- oder U-Form, die Terrasse hinter dem Haus mit der Balustrade und der untere Teil des Gartens, der oft landwirtschaftlich genutzt wurde und in dem Obst und Gem\u00fcse geerntet wurde. Die s\u00fcdliche Hanglange der G\u00e4rten fing die W\u00e4rme ein und beg\u00fcnstigte das Wachstum der kostbaren Zitrusb\u00e4umchen, die im Winter in einem geheizten Nebengeb\u00e4ude gesch\u00fctzt werden mussten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs wurden viele G\u00e4rten besch\u00e4digt, Sommerh\u00e4user mussten sogar abgerissen werden, um freies Schussfeld f\u00fcr die Verteidigung zu gew\u00e4hrleisten. Aber es waren meist Fachwerkh\u00e4user, deren Balken sorgf\u00e4ltig aufgewahrt wurden. Als die Merianin 1668 nach N\u00fcrnberg kam, waren sie l\u00e4ngst wieder aufgebaut, und die G\u00e4rtnerei wurde wieder zur herrschenden Leidenschaft der N\u00fcrnberger aus den oberen und mittleren St\u00e4nden.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-8\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Die in der oberen Abbildung gezeigten westlichen Sommerg\u00e4rten sind nur ein kleiner Teil der vielen G\u00e4rten, die sich wie ein Ring um die Stadt legten. Am Ende des 17. Jahrhunderts gab es im gesch\u00fctzten Bereich zwischen Mauerring und Landwehr ca. 380 Anlagen. (1) Hinzu kamen noch die gro\u00dfen, vornehmen G\u00e4rten in der Altstadt, z. B. im Osten auf dem Schwabenberg und hinter dem Tucherschloss sowie auf dem Zwinger der Stadtmauer \u2013 also insgesamt mehr als 400 G\u00e4rten.<\/p>\n<p>Maria Sibylla durfte in etlichen von ihnen Flora und Fauna beobachten. An mehreren Stellen ist in ihren Raupenb\u00fcchern und auch in ihrem Studienbuch ist zu lesen, wo sie ihre Fundst\u00fccke zusammengetragen hat. Bei ihrer Suche im gro\u00dfen Territorium der Reichsstadt fand sie interessante Raupen im Irrhain, dem kleinen Park des Pegnesischen Blumenordens im Norden beim Dorf Kraftshof, und im Stadtgraben von Altdorf, das eine Tagesreise entfernt im Osten lag. (2) Ihr Interesse sprach sich herum, ihre \u201eDiscipelinnen\u201c (3) halfen ihr beim Sammeln, sogar aus Regensburg wurde ihr eine seltene Raupe geschickt. (4)<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg waren nicht nur die vielen Privatg\u00e4rten eine Besonderheit, sondern es gab sogar schon seit dem Mittelalter einen \u00f6ffentlichen Park, nachdem der Rat 1432 von einer der \u00e4ltesten und vornehmsten N\u00fcrnberger Familien einen breiten Uferstreifen direkt westlich vor der Stadtmauer erworben hatte. Diese nach den Vorbesitzern benannte Hallerwiese ist auf der obigen Zeichnung von Bien an den regelm\u00e4\u00dfig gepflanzten B\u00e4umen direkt \u00fcber dem Fluss leicht zu erkennen. Noch deutlicher werden die Details auf dem Ausschnitt aus einem Rundprospekt um 1580 (5) mit Baumalleen, zwei Springbrunnen und viel Freizeitaktivit\u00e4ten: ein kleines Boot auf dem Fluss, Spazierg\u00e4nger mit Hund und eine Sonnenbadende. Seit damals hat sich daran nur wenig ge\u00e4ndert. Die Hallerwiese ist auch heute nach fast 600 Jahren ein sehr beliebter, zentrumsnaher, \u00f6ffentlicher Park.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a data-rel=\"prettyPhoto[rel-3964-925750530]\" href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-694x1024.jpg\" target=\"_self\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey prettyphoto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1302\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt.jpg 1302w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-203x300.jpg 203w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-694x1024.jpg 694w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-768x1133.jpg 768w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-1042x1536.jpg 1042w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hallerwiese-Rundprospekt-8x12.jpg 8w\" sizes=\"auto, (max-width: 1302px) 100vw, 1302px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Blick vom der Stadtmauer nach Westen auf die Hallerwiese bis zu den Weidenm\u00fchlen<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  style=\"background-color:#cbd6d2\"><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585149100051\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Der gr\u00fcne Ring um die historische Stadt wurde im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung und der wachsenden Bev\u00f6lkerung fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Aber ihr Andenken bleibt gewahrt, denn der Kaufmann Johann Christoph Volkamer (1644-1720) verfasste ein umfangreiches Buch \u00fcber die G\u00e4rten in N\u00fcrnberg und deren Kultur, das er 1708 ver\u00f6ffentlichte. Volkamer war der Bruder des langj\u00e4hrigen Briefpartners der Merianin, er war nur drei Jahre \u00e4lter als sie, und die beiden kannten und sch\u00e4tzen sich.<\/p>\n<p>Volkamers Buch ist eine der wichtigsten und eigenartigsten Publikationen \u00fcber die G\u00e4rten jener Zeit. Dabei wirken die Ansichten von G\u00e4rten, Landschaften und anderen Sehensw\u00fcrdigkeiten (Veduten) auf den Kupferstichen auf den ersten Blick nur zweitrangig. Ihre Bedeutung erschlie\u00dft sich erst beim genauen Hinsehen. Denn den meisten Platz beanspruchen die vielen in N\u00fcrnberg bekannten Zitrusfr\u00fcchte in Originalgr\u00f6\u00dfe und zwar ohne Bl\u00e4tter, wenn sie von anderen Sammlern zugeschickt wurden, und mit gr\u00fcnem Blattwerk, wenn sie hier wuchsen und geerntet wurden.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Gartenhaus.jpg\" target=\"_blank\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"634\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Gartenhaus.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Gartenhaus.jpg 634w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Gartenhaus-186x300.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Das imposante steinerne Gartenhaus der Imhoffs am Rand der \u00f6ffentlichen Hallerwiese<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Volkamer_Garten.jpg\" target=\"_blank\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"654\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Volkamer_Garten.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Volkamer_Garten.jpg 654w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Volkamer_Garten-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Der Volkamer Garten in der Vorstadt Gostenhof mit dem im Sommer offenen Gew\u00e4chshaus (rechts)<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/X-Gartenkultur-Pellergarten.jpg\" target=\"_blank\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"654\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/X-Gartenkultur-Pellergarten.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/X-Gartenkultur-Pellergarten.jpg 654w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/X-Gartenkultur-Pellergarten-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Obere Terrasse des Pellergartens mit Springbunnen und barocker Balustrade zum unteren Garten<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Da N\u00fcrnberger im Barock gern auch ihr Wissen \u00fcber die antike G\u00f6tterwelt zeigten, nannte Johann Christoph Volkamer sein Buch in Anlehnung an eine antike Sage \u201eN\u00fcrnberger Hesperides\u201c. Diese Nymphen waren beauftragt, den Baum mit den goldenen \u00c4pfeln (Orangen?) der G\u00f6ttermutter Hera zu bewachen. Dieses Werk ist ein bleibendes Zeugnis f\u00fcr die Liebe der N\u00fcrnberger zur Natur, ihre Neugierde auf Unbekanntes wie exotische Pflanzen, ihre Sammelleidenschaft und Geduld, ihre Bereitschaft, nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit in dieses Hobby zu investieren und ihre Erfahrungen untereinander auszutauschen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie die Merianin verbindet Volkamer zwei Themen in seinem Werk, eine umfassende botanische Darstellung und Beschreibung der exotischen Zitrusfr\u00fcchte mit der baulichen Umsetzung der Rahmenbedingungen f\u00fcr die Kultur dieser Pflanzen = G\u00e4rten und Gartenh\u00e4user zur Aufnahme dieser G\u00e4ste aus fernen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dieses Buch enthielt so viele Ratschl\u00e4ge zum Anbau und zur Pflege der Pflanzen sowie sogar zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung, dass es im 18. Jahrhundert als Standardwerk der Gartenkultur galt. Volkamer schrieb zudem ein eigenes Kapitel \u00fcber den Stand der G\u00e4rtner, der f\u00fcr ihn \u201evor andern gl\u00fcckseelig\u201c war. An das Kapitelende setzte er einen Kupferstich mit einem G\u00e4rtner und seinem Gehilfen bei der Arbeit. (6)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a data-rel=\"prettyPhoto[rel-3964-874205767]\" href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/G\u00e4rtner.jpg\" target=\"_self\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey prettyphoto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"612\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/G\u00e4rtner.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/G\u00e4rtner.jpg 1024w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/G\u00e4rtner-300x179.jpg 300w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/G\u00e4rtner-768x459.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Auf der soliden, steinernen Balustrade stehen die teuren exotischen B\u00e4umchen, die der G\u00e4rtner gerade gie\u00dft, w\u00e4hrend sein Gehilfe ein ornamental gestaltetes Beet bearbeitet. Umrahmt werden beide von einer Vielzahl von Arbeitsger\u00e4ten, die alles zu einem lebensnahen kleinen Kunstwerk zusammenf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Volkamers Buch hat sicher auch dazu beigetragen, dass seit den 80er Jahren auf Wunsch von B\u00fcrgern drei Hesperideng\u00e4rten nach alten Pl\u00e4nen im Stadtteil Johannis rekonstruiert wurden. Hierf\u00fcr wurde die Stadt N\u00fcrnberg 1988 mit einer Europa-Nostra-Medaille ausgezeichnet. Das bl\u00fchende g\u00e4rtnerische Erbe aus der Zeit, als die Merianin in N\u00fcrnberg lebte, kann so lebendig bleiben.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1588842005662\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_message_box vc_message_box-standard vc_message_box-rounded vc_color-chino vc_custom_1589182941879\" >\n\t<div class=\"vc_message_box-icon\"><i class=\"fa fa-info-circle\"><\/i>\n\t<\/div><ol>\n<li>Tschoeke (Lit 2008), darin Aufsatz von Ruth Bach-Damaskinos, S. 21: im Sebalder Landfrieden 160 G\u00e4rten und im Lorenzer Landfrieden 220 G\u00e4rten<\/li>\n<li>Studienbuch \/ Beer (Lit 1976) Nr. 132, Blatt 48, Transkription S. 235 (Irrhain); Nr. 119, Blatt 44, S. 227 (Altdorf)<\/li>\n<li>Studienbuch \/ Beer (Lit 1976) Nr. 110, Blatt 41, Transkription S. 221<\/li>\n<li>Studienbuch \/ Beer (Lit 1976) Nr. 140, Blatt 51, Transkription S. 241<\/li>\n<li>Stefan Gans\u00f6der nach Paulus Reinhart, Holzschnitt, Papier auf Leinwand, StaatsAN, Reichsstadt N\u00fcrnberg, Karten und Pl\u00e4ne Nr. 202<\/li>\n<li>Universit\u00e4tsbibliothek Halle, Historische Sammlungen, RAR C 118<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00c4pfel und Pomeranzen Paradies f\u00fcr Schmetterlingsforscher Schon seit dem Mittelalter war N\u00fcrnberg eine Stadt der G\u00e4rten. Mit wachsender Bev\u00f6lkerung und verdichteter Bebauung wurden viele G\u00e4rten vor die Stadtmauer im gesch\u00fctzten Bereich des vorgelagerten Verteidigungsrings bis zur Landwehr mit den Schanzen verlegt. Dort schufen sich nicht nur die reichen Ratsfamilien, sondern auch Beamte, \u00c4rzte, [...]","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3964","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Stadt der Gartenkultur - merianin.de<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/merianin.de\/en\/home\/stadt-der-gartenkultur\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Stadt der Gartenkultur - merianin.de\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/merianin.de\/en\/home\/stadt-der-gartenkultur\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"merianin.de\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-02-19T12:56:13+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"6 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/merianin.de\/home\/stadt-der-gartenkultur\/\",\"url\":\"https:\/\/merianin.de\/home\/stadt-der-gartenkultur\/\",\"name\":\"Stadt der Gartenkultur - 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