{"id":3339,"date":"2020-03-26T15:34:14","date_gmt":"2020-03-26T14:34:14","guid":{"rendered":"http:\/\/merianin.de\/?page_id=3339"},"modified":"2021-10-19T15:52:34","modified_gmt":"2021-10-19T13:52:34","slug":"kuenstlerfamilien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/merianin.de\/en\/home\/kuenstlerfamilien\/","title":{"rendered":"Families of Artists"},"content":{"rendered":"<div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585577159611\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"mkdf-section-title-holder  \" style=\"text-align: center\">\n\t<div class=\"mkdf-st-inner\">\n                <span class=\"mkdf-st-tagline-text\" >\n            Von der gro\u00dfen Patchwork-Familie zur Kleinfamilie mit vier K\u00fcnstler*innen        <\/span>\n    \t\t\t\t\t<h2 class=\"mkdf-st-title\" >\n\t\t\t\tDie Eltern Graff und Merianin mit ihren T\u00f6chtern\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n<\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 40px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Matth\u00e4us Merian der \u00c4ltere, der ber\u00fchmte Zeichner, Kupferstecher und Verleger aus Basel, starb 1651 in Frankfurt und hinterlie\u00df eine gro\u00dfe Familie: Die sechs Kinder aus seiner ersten Ehe, die das Erwachsenenalter erreichten, sind gemeinsam mit ihren Eltern (Portrait 1 + 2) auf dem figurenreichen Gem\u00e4lde dargestellt, das sein \u00e4ltester Sohn Matth\u00e4us Merian, der J\u00fcngere (Portrait 3) malte.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Die Eltern, voller Respekt in antik anmutenden Gew\u00e4ndern gemalt, bilden den Mittelpunkt. Mit der Hand auf sich selbst weisend steht der junge Maler am linken Bildrand neben ihnen. Im Zentrum sitzt seine Mutter Maria Magdalena, geb. de Bry (1598-1645), die erste Frau seines Vaters. Der zweit\u00e4lteste Sohn Caspar (Portrait 6) zeigt in der Mitte sein j\u00fcngstes Werk. Er war mit einer N\u00fcrnbergerin verheiratet und hat wahrscheinlich auch von N\u00fcrnberg aus an Vorlagen f\u00fcr die gro\u00dfen topographischen Werke seines Vaters gearbeitet. Nach seines Vaters Tod \u00fcbernahm er zusammen mit seinem \u00e4ltesten Bruder die Werkstatt und den Verlag in Frankfurt.<\/p>\n<p>Caspar ist sein Leben lang in Kontakt mit Maria Sibylla geblieben. In Testamenten aus seinen verschiedenen Lebensabschnitten hat er auch seine j\u00fcngere Halbschwester bedacht. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er auf dem Landgut Waltha in Friesland in der reformierten Landgemeinde der Labadisten, wohin auch Maria Sibylla in seinem Todesjahr 1686 mit ihren T\u00f6chtern und ihrer alten Mutter auswanderte. Es ist nicht \u00fcberliefert, ob sie den erblindeten Halbbruder Caspar dort noch lebend antraf.<\/p>\n<p>Der Stammbaum \u00fcber dem \u00d6lgem\u00e4lde enth\u00e4lt au\u00dferdem Angaben f\u00fcr die \u00fcbrigen vier Kinder von Matth\u00e4us Merian dem \u00c4lteren aus seiner ersten Ehe, also f\u00fcr die Halbgeschwister von Maria Sibylla. Lebenslange Beziehungen bestanden insbesondere zu den Nachkommen von Maria Magdalena (Portrait 7), der Tochter aus erster Ehe am rechten Rand und den Eheleuten Graff-Merianin, wie im unteren Teil des Stammbaums zu sehen ist. Familienbande zwischen dem Schwiegersohn dieser Tochter und Merians (d. \u00c4.) j\u00fcngster Tochter Maria Sibylla sowie den Ehem\u00e4nnern, also zwischen Johann Andreas Graff und Johann Ulrich Kraus, waren eng mit beruflicher Zusammenarbeit weit \u00fcber Frankfurt hinaus verwoben.<\/p>\n<p>1649 hatten die 18 Jahre \u00e4ltere Halbschwester von Maria Sibylla, Maria Magdalena Merianin, und Melchior K\u00fcs(s)el (2) geheiratet. K\u00fcsel war ein ehemaliger Lehrling und Geselle des alten Merian, der nach dessen Tod mit einer Abfindung die Werkstatt verlie\u00df. (3) Zusammen mit seiner jungen Frau kehrte er zur\u00fcck in seine Vaterstadt Augsburg. Dort bildeten K\u00fcsel und sein Bruder Melchior K\u00fcsel nicht nur Gesellen, sondern auch mehrere T\u00f6chter zu t\u00fcchtigen Stecherinnen aus. Johanna Sibylla, die \u00e4lteste von ihnen, konnte sogar nach dem Tod des Vaters seine erfolgreiche Werkstatt zwei Jahre lang selbstst\u00e4ndig weiterf\u00fchren. Erst 1685 kam durch die Heirat der 35-j\u00e4hrigen\u00a0 mit dem 30-j\u00e4hrigen Johann Ulrich Kraus ein neuer Meister ins Haus (Stammbaum unten Mitte). Als Sch\u00fcler ihres Vaters war er kein Fremder, und er galt als einer der besten Kupferstecher seiner Zeit. (4) Auch seine Frau arbeitete weiter als Stecherin, und ihr Ehemann lobte sie sogar in einem Buch \u2013 schwarz auf wei\u00df! (5)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/familienbild-3.pdf\" target=\"_blank\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2427\" height=\"3413\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/familienbild-3-pdf.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p><em>Stammbaum der Familien Merian-Graff-K\u00fcsel-Kraus zusammengestellt von Margot L\u00f6lh\u00f6ffel mit Familienbildnis (1) von Matth\u00e4us Merian dem J\u00fcngeren<\/em><\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Nach der Zur\u00fcckweisung von Graff durch die Labadistengemeinde in Waltha und seiner R\u00fcckkehr nach N\u00fcrnberg lie\u00df er f\u00fcr den Rest seines Berufslebens seine gro\u00dfartigen Stadtansichten in der Augsburger Kraus-Werkstatt stechen. So waren die Zeichnungen Graffs f\u00fcr die n\u00e4chsten anderthalb Jahrzehnte in besten Stecher- und Drucker-H\u00e4nden. Wie intensiv mag die Merian-Enkelin Johanna Sibylla in Augsburg an der Umsetzung der Graff-Zeichnungen in Kupferstiche beteiligt gewesen sein? In einem ihrer Briefe nennt Maria Sibylla Kraus \u201eunnsser gutter freundt\u201c. (6)<\/p>\n<p>Am unteren rechten Rand des Stammbaums werden neben dieser Johanna Sibylla zwei weitere Schwestern und eine Cousine genannt, die eine gr\u00fcndliche berufliche Ausbildung (ohne f\u00f6rmlichen Lehrvertrag) erhielten. Wie es damals h\u00e4ufig vorkam, arbeiteten sie Jahrzehnte lang im Familienbetrieb und trugen erheblich zum Familieneinkommen bei. Maria Sibyllas Entwicklung von ihrer durch den Stiefvater in Frankfurt und dem Ehemann in N\u00fcrnberg unterst\u00fctzten Entwicklung zur weltber\u00fchmten forschenden K\u00fcnstlerin und unabh\u00e4ngigen Gesch\u00e4ftsfrau in Amsterdam blieb um 1700 jedoch eine Ausnahme.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  style=\"background-color:#cdd6d5\"><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585577433745\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a data-rel=\"prettyPhoto[rel-3339-630070303]\" href=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum-1024x742.png\" target=\"_self\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey prettyphoto\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1175\" height=\"851\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum.png\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum.png 1175w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum-300x217.png 300w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum-1024x742.png 1024w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Stammbaum-768x556.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1175px) 100vw, 1175px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Leider ist kein solches Familienbildnis von Matth\u00e4us Merian mit seiner zweiten Frau und ihrer gemeinsamen Tochter Maria Sibylla bekannt, wir wissen nur Lebensdaten, die wir zu einem Stammbaum zusammenf\u00fcgen k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Matth\u00e4us Merian der \u00c4ltere starb schon drei Jahre nach der Geburt seiner Tochter Maria Sibylla. Seine Witwe Johanna Sibylla heiratete ein Jahr sp\u00e4ter (1651) Jakob Marrell aus Frankenthal (85 km s\u00fcdlich von Frankfurt), der ebenfalls verwitwet war und eigene Kinder mit in die Ehe brachte. Er war ein anerkannter Blumenmaler und Kunsth\u00e4ndler und f\u00fchrte seine eigene Werkstatt. Johann Andreas Graff begann hier als Sechzehnj\u00e4hriger 1653 seine Lehre und blieb bis 1658 in der Werkstatt Marrell. Danach ging er f\u00fcr sechs Jahre auf Wanderschaft nach Italien, um dort zu arbeiten und alles zu lernen, was damals in der Kunst neu und angesagt war. Nach seiner R\u00fcckkehr heirateten 1665 der 29-j\u00e4hrige Johann Andreas und die 18-j\u00e4hrige Maria Sibylla.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1593696686843\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Mit den beiden Stammbaum-\u00dcbersichten ist der famili\u00e4re Rahmen umrissen, in dem seit langer Zeit zur Familie Merian und insbesondere \u00fcber den Stammvater Matth\u00e4us Merian dem \u00c4lteren geforscht wird. Fachleute haben viele Fakten gesammelt und interpretiert. Auch die Jugend seiner ber\u00fchmten j\u00fcngsten Tochter Maria Sibylla in Frankfurt sowie ihr letzter gro\u00dfer und erfolgreicher Lebensabschnitt in Amsterdam wurden durchleuchtet. Nur ihre N\u00fcrnberger Zeit wurde lange vernachl\u00e4ssigt. Dies gilt auch f\u00fcr ihre \u201eKleinfamilie\u201c in N\u00fcrnberg, also ihren Ehemann, den Architekturmaler, Kupferstecher und Verleger Johann Andreas Graff, und die beiden ebenfalls k\u00fcnstlerisch begabten, flei\u00dfigen T\u00f6chter.<\/p>\n<p>Johann Andreas Graff war lange Zeit v\u00f6llig in Vergessenheit geraten. Wahrscheinlich waren die historischen Quellen noch zu wenig erforscht und der N\u00fcrnberger Lebensabschnitt der Merianin wurde deshalb in \u201ehistorischen Romanen\u201c besonders fantasievoll ausgeschm\u00fcckt. So wurde aus dramaturgischen Gr\u00fcnden die strahlende Heldin mit einem angeblich unf\u00e4higen, leistungsschwachen, trunks\u00fcchtigen und manchmal sogar gewaltt\u00e4tigen Ehemann in einer engen und engstirnigen Provinzstadt konfrontiert.<\/p>\n<p>Aber das kann sich nun \u00e4ndern, denn im Vorfeld des Gedenkens zum dreihundertsten Todesjahr der Merianin kam auch ihr N\u00fcrnberger \u201eLebensabschnittspartner\u201c ins Blickfeld (siehe unten: Leseprobe zum Aufsatz in den Mitteilungen der N\u00fcrnberger Altstadtfreunde 2017). Das Merian-Jubil\u00e4umsjahrs 2017 war in N\u00fcrnberg zugleich ein Jahr der Wiederentdeckung von Johann Andreas Graff als \u201ePionier N\u00fcrnberger Stadtansichten\u201c. Unmittelbar anschlie\u00dfend an eine sehr sehenswerte Ausstellung \u201eMARIA SIBYLLA MERIAN \u2013 Blumen, Raupen, Schmetterlinge\u201c im Kunstkabinett der Stadtbibliothek N\u00fcrnberg fand dort im Fr\u00fchsommer 2017 eine Ausstellung zum Werk von Johann Andreas Graff statt \u2013 die erste Pr\u00e4sentation seiner Kupferstiche und Zeichnungen mehr als 300 Jahre nach seinem Tod. Der umfangreiche Katalog wird weiterhin in einigen \u00f6rtlichen Buchhandlungen angeboten. Inzwischen ist aus dieser zeitlich begrenzten Pr\u00e4sentation seiner Werke eine permanente virtuelle Doppelausstellung bei Google Arts &amp; Culture entstanden \u2013 die erste ihrer Art mit Exponaten aus dem Bestand der Kunstsammlungen der St\u00e4dtischen Museen N\u00fcrnberg.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-left\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-sm vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"https:\/\/artsandculture.google.com\/exhibit\/kQICDqCblfmCKA\" title=\"Sebalder Altstadt\" target=\"_blank\">Teil 1: Die Sebalder Altstadt<\/a><\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-left\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-sm vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"https:\/\/artsandculture.google.com\/exhibit\/1QLCE6fFmuZpLw\" title=\"Lorenzer Altstadt\" target=\"_blank\">Teil 2: Die Lorenzer Altstadt<\/a><\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-6\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Johann Andreas Graff kommt aus der Vergessenheit zur\u00fcck ins Blickfeld und wird \u2013 wie zu seinen Lebzeiten \u2013 wieder zum \u201ePionier\u201c mit seinen Stadtansichten. Die Pr\u00e4sentation seiner Werke in digitaler, \u00fcberall auf der Welt verf\u00fcgbarer Form ist der Auftakt zu einer neuen Initiative der Stadt N\u00fcrnberg: In Zukunft sollen auch andere Kunstsch\u00e4tze der st\u00e4dtischen Museen weltweit im Netz gezeigt werden.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich erging es den beiden T\u00f6chtern: Bis zur Ausstellung \u201eMerian &amp; Daughters \u2013 Women of Art and Science\u201c 2008 im Rembrandt Haus in Amsterdam sowie auch im Getty Museum in Los Angeles war wenig \u00fcber das k\u00fcnstlerische Schaffen der T\u00f6chter zusammen mit ihrer Mutter bekannt. Die Kuratorin Ella Reitsma nannte in ihrer gro\u00dfartigen Monographie (7), die urspr\u00fcnglich in Niederl\u00e4ndisch erschien, ein Kapitel \u201eFamiliebedrijf\u201c (8), also: das Familienunternehmen. W\u00e4hrend ihrer langj\u00e4hrigen Recherchen ist es der Autorin gelungen, die \u201eH\u00e4nde\u201c der T\u00f6chter und der Mutter bei Aquarellen voneinander zu unterscheiden, also jeweils eigene, typische Malweisen zu erkennen (9). Leider ist diese bahnbrechende Untersuchung niemals in Deutsch erschienen und in der englischen \u00dcbersetzung schon lange vergriffen.<\/p>\n<p>Johanna Helena wuchs in N\u00fcrnberg auf, und Dorothea Maria wurde in N\u00fcrnberg geboren. Beide T\u00f6chter waren die wichtigsten Mitarbeiterinnen ihrer Mutter, die jede auf ihre Weise viel zum erfolgreichen Lebenswerk ihrer Mutter beitrugen. Deshalb werden ihnen hier zwei kleine Kapitel gewidmet, die am Ende dieser Seite angeklickt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Erwachsene haben beide Schwestern in fremden Welten noch intensivere Erfahrungen gesammelt als ihre Mutter auf ihrer zweij\u00e4hrigen Expedition nach Surinam, die gleichzeitig schon das erste gro\u00dfe Reiseabenteuer f\u00fcr die junge Dorothea Maria war. Die zeitgen\u00f6ssische Karte unten, gedruckt von der damals europaweit gesch\u00e4tzten Homann Spezialdruckerei (Offizin) in N\u00fcrnberg, zeigt, wie weit voneinander entfernt (ca. 9.200 km) die Schwestern mit ihren Familien \u00fcber Jahrzehnte lebten. Vielleicht haben sie sich nie wiedergesehen. Ob sie noch brieflich miteinander in Kontakt standen, wissen wir nicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nachwelt bleiben sie nicht nur als unersetzbar wichtige Mitarbeiterinnen mit ihrer Mutter verbunden, sondern sogar als eigenst\u00e4ndige K\u00fcnstlerinnen beachtenswert: Johanna Helena als Spezialistin f\u00fcr Pflanzen (10), Dorothea Maria f\u00fcr Tiere (11). Ohne ihre Variationen mit eigenen \u201eH\u00e4nden\u201c w\u00fcrde es heute nicht diese F\u00fclle und Vielfalt von \u201eMerianin\u201c-Werken in Museen und Privatsammlungen geben.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1593696710669\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_dotted vc_sep_border_width_2 vc_sep_pos_align_center vc_separator_no_text vc_sep_color_grey\" ><span class=\"vc_sep_holder vc_sep_holder_l\"><span  class=\"vc_sep_line\"><\/span><\/span><span class=\"vc_sep_holder vc_sep_holder_r\"><span  class=\"vc_sep_line\"><\/span><\/span>\n<\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 40px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n\n\t<div  class=\"wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center\">\n\t\t\n\t\t<figure class=\"wpb_wrapper vc_figure\">\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte.pdf\" target=\"_blank\" class=\"vc_single_image-wrapper vc_box_border  vc_box_border_grey\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"850\" src=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau.jpg\" class=\"vc_single_image-img attachment-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau.jpg 1920w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau-300x133.jpg 300w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau-1024x453.jpg 1024w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau-768x340.jpg 768w, https:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/weltkarte_vorschau-1536x680.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a>\n\t\t<\/figure>\n\t<\/div>\n\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p style=\"text-align: center;\"><em>Weltkarte der Homannschen Offizin in N\u00fcrnberg um 1720 <\/em>(12)<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  style=\"background-color:#cdd6d5\"><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1585577433745\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"mkdf-section-title-holder  \" style=\"text-align: center\">\n\t<div class=\"mkdf-st-inner\">\n                <span class=\"mkdf-st-tagline-text\" >\n            K\u00fcnstlerfamilien Merian und Graff        <\/span>\n    \t\t\t\t\t<h2 class=\"mkdf-st-title\" >\n\t\t\t\tMehr wissen zu diesem Thema\t\t\t<\/h2>\n\t\t\t\t\t\t\t<h5 class=\"mkdf-st-text\" >\n\t\t\t\tDIESE WEBSITE SOLL DAS WISSEN \u00dcBER UND DAS INTERESSE F\u00dcR DIE MERIANIN F\u00d6RDERN. DESHALB WIRD VETIEFENDE LEKT\u00dcRE EMPFOHLEN:\t\t\t<\/h5>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div><div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 40px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-1\/5\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p style=\"text-align: center;\">Johann Andreas<br \/>\nGraff<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-center\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-lg vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"http:\/\/merianin.de\/home\/leseprobe-graff\/\" title=\"Leseprobe Graff\" target=\"_blank\">Leseprobe Graff<\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div 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class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<p style=\"text-align: center;\">Dorothea Maria<br \/>\nGr\u00e4ffin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-center\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-lg vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"http:\/\/merianin.de\/home\/juengere-tochter\/\" title=\"Die j\u00fcngere Tochter\" target=\"_blank\">Die j\u00fcngere Tochter<\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-1\/5\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<p style=\"text-align: center;\">Kirchenb\u00fccher mit<br \/>\nTaufe, Heirat, Tod<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-center\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-lg vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"http:\/\/merianin.de\/home\/archivalien\/\" title=\"Archivalien zu Taufe, Hochzeit, Tod\" target=\"_blank\">Merianin Archivalien<\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-1\/5\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<p style=\"text-align: center;\">Roll-up mit<br \/>\nStadtansichten<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_empty_space\"   style=\"height: 20px\" ><span class=\"vc_empty_space_inner\"><\/span><\/div>\n<div class=\"vc_btn3-container vc_btn3-center\" >\n\t<a class=\"vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-lg vc_btn3-shape-square vc_btn3-style-flat vc_btn3-color-inverse\" href=\"http:\/\/merianin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Rollup_Graff.jpg\" title=\"\" target=\"_blank\">Rollup ansehen<\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"mkdf-row-grid-section-wrapper \"  ><div class=\"mkdf-row-grid-section\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1589806714210\" ><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_message_box vc_message_box-standard vc_message_box-rounded vc_color-chino\" >\n\t<div class=\"vc_message_box-icon\"><i class=\"fa fa-info-circle\"><\/i>\n\t<\/div><ol>\n<li>Details zum Gem\u00e4lde enth\u00e4lt das gelbe Rechteck neben diesem Familienportrait, Foto Martin P. B\u00fchler. Die in mehreren Ver\u00f6ffentlichungen angegebene Jahreszahl 1641 wird von manchen Fachleuten angezweifelt, weil M. Merian d. J. in diesem Jahr noch auf Reisen war und deshalb kein so aufw\u00e4ndiges Gem\u00e4lde h\u00e4tte schaffen k\u00f6nnen; vgl. z. B. Lit 1949, Pfister-Burkhalter, S. 32; Angabe des Kunstmuseums Basel: Fertigstellung 1642\/43<\/li>\n<li>Lex 2014, Stadtlexikon Augsburg, Stichwort: K\u00fcsel<\/li>\n<li>MM d. J. um 1685, in: Wackernagel 1895, S. 239: \u201eer \u00fcber 4000 Fl. baahren Gelts bekommen hatt.\u201c<br \/>\nZitat von Matth\u00e4us Merian, d. J. aus seiner Autobiografie um 1685)<\/li>\n<li>Lex 2014, Stadtlexikon Augsburg , Stichwort: Kraus<\/li>\n<li>Kun 1997, Augustyn,, S. 808, Fu\u00dfnote 102<\/li>\n<li>Lit 2020, Merian-Briefe, Brief 5, 3. Juni 1685, an Clara Regina Imhoff, S. 28ff<\/li>\n<li>Ella Reitsma, Maria Sibylla Merian &amp; dochters \u2013 Vrouwenlevens tussen kunst en wetenschap, Amsterdam<br \/>\n\u2013 Los Angeles 2008, ISBN 978-90-400-8457-7; Ella Reitsma, Maria Sibylla Merian &amp; Daughters &#8211; Women in Art and Science, Amsterdam \u2013 Los Angeles 2008, ISBN 978-0-89236-937-9<\/li>\n<li>Lit 2008, Reitsma, Ella, Maria Sibylla Merian &amp; dochters<\/li>\n<li>Ebenda, insbesondere S. 139ff und S. 214ff<\/li>\n<li>Ebenda, S. 185<\/li>\n<li>Ebenda, S. 214<\/li>\n<li>Homann, Johann Baptist, Planiglobii Terrestris \u2026 [ca. 1720], Identifikationsnummer der Digitalen Sammlungen Darmstatt \/ Universit\u00e4ts- und Landesbibliothek K_W_08; genehmigungsfrei (durch DFG finanziert)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von der gro\u00dfen Patchwork-Familie zur Kleinfamilie mit vier K\u00fcnstler*innen Die Eltern Graff und Merianin mit ihren T\u00f6chtern Matth\u00e4us Merian der \u00c4ltere, der ber\u00fchmte Zeichner, Kupferstecher und Verleger aus Basel, starb 1651 in Frankfurt und hinterlie\u00df eine gro\u00dfe Familie: Die sechs Kinder aus seiner ersten Ehe, die das Erwachsenenalter erreichten, sind gemeinsam mit ihren [...]","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3339","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - 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