Image Alt

Merianin-Uferweg

Offener Brief vom Oktober 2019

Für einen neuen Merianin-Erinnerungsort

an ALLE, die sich für die Merianin und unsere Initiative „MERIANIN 2018+ Neuer Lebensraum für Insekten“ interessieren

Für den Hauptweg im derzeit neu geplanten Nägeleinspark am Pegnitzufer schlagen wir die Benennung Merianin-Uferweg vor (rote Punkte).

1: Weg zur Hallerwiese, zu den Hesperidengärten und zum Johannisfriedhof

2: Weg zum Heilkräutergarten, zum Bürgermeistergarten und zu den Gärten der Kaiserburg

Grundlage: Stadt Nürnberg NAPL 200.90 00, Übersichtsplan des Vorentwurfs

Argumente für unseren Vorschlag

  1. Der Name „Merianin“ passt ideal zum historischen Erbe unserer Stadt und der zunehmenden Bedeutung von Natur mit ihren Lebewesen im Stadtraum heute. Stadtnatur und Stadtkultur müssen bei der räumlichen Planung gemeinsam berücksichtigt werden, um Nürnberg eine gute Zukunft zu sichern. Dies entspricht auch dem Motto der Kulturstadtbewerbung Nürnberg für 2025 = past + forward!
  2. Die einheitliche Benennung des gesamten Uferwegs mit entsprechender Markierung durch Steine in der Pflasterung mit Schmetterlingsmotiv erleichtert die Orientierung für Einheimische und Gäste. Insbesondere das Umrunden des Weinstadels wird dadurch zum Kinderspiel. Wir denken bei unserem Vorschlag tatsächlich speziell an Kinder als „Pfadfinder“ für die Erwachsenen.
  3. Mit Hinweistafeln werden nicht nur inhaltliche, sondern auch wichtige räumliche Beziehungen zu weiteren naturnahen Sehenswürdigkeiten geschaffen:
    • östlich vor dem Hallertürlein: Wegweiser zum Heilkräutergarten, Bürgermeistergarten auf der Stadtmauer bis hinauf zum Burggarten,
    • jenseits des Hallertürleins am östlichen Beginn der Hallerwiese: Wegweiser zum Riesenschritt mit Verbindung zu den Hesperidengärten und zum Johannisfriedhof.

gez. Margot und Dr. Dieter Lölhöffel

Ein schnelles und harmonisches Echo

Zustimmung des Stadtrats, der Verwaltung und der beauftragten Landschaftsarchitekten

Bereits im ersten Halbjahr 2020 veröffentlichte der Nürnberger Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) als zuständige Behörde zusammen mit den beauftragten Planungsbüros eine kostenlose Broschüre, in der die Bürgerschaft über die Grundzüge für die Umgestaltung des „Nägeleinsplatzes“ informiert wurde. Hatte der Name des Areals für den neuen Park die zuständigen Stellen veranlasst, so schnell nach der Bürgerbeteiligung 2019 zu reagieren und „Nägel mit Köpfen“ zu machen?

So hübsch dieses Wortspiel auch sein mag, hier trifft es nicht zu: Der Name für das ehemalige Mühlenviertel an der Pegnitz weist nicht auf Hammerwerke mit Rädern im Fluss zur Produktion von Nägeln hin, sondern auf spezielle Mahlwerke für Nelken und andere Gewürze für die feine Küche und Backstube. In diesem Sinn verwendet auch die Merianin die Begriffe Negelein und Nägelein: In ihrem Ersten Raupenbuch zeigt sie auf dem 49. Kupferstich ein „Purpurfarbes Negelein“ und im Zweiten Raupenbuch auf dem 31. Stich eine „Gesprengte Nägeleinblume“, also eine gesprenkelte Nelke.

Die neue Broschüre (1) enthält nicht nur eine Absichtserklärung für einen zukünftigen „Merianin-Uferweg“, sondern darüber hinaus präzise Formulierungen für die Gestaltung des neuen Parks in der nördlichen Sebalder Altstadt auf der Basis der Vorschläge in der Bürgerbeteiligung.

Bilderstrecke zum Merianin-Uferweg

Fotos: Dieter Lölhöffel

  1. Broschüre: Ein neues Gesicht für den Nägeleinsplatz, Nürnberg 2020, hrsg. vom Servicebetrieb Öffentlich Raum Nürnberg mit Beteiligung von Experten der CIMA Beratung und von Hackl-Hofmann Landschaftsarchitekten, S. 42, mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber
de_DEDeutsch